Vorurteile gegenüber einem Auslandshund

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Re: Vorurteile gegenüber einem Auslandshund

Beitrag#41von Sina » 12. Jun 2011, 18:21

ich muss mich hier leider noch mal zu Wort melden...habe die Threads nochmal durchgelesen und bin der Vermittlung von hiesigen Tierheimen hängengeblieben....ich persönlich hätte wohl auch keinen Hund aus dem Tierheim bekommen, weil ich 4 Tage voll berufstätig bin ( mein Hund ist zu dieser Zeit im "Hundekindergarten" bei einer Rentnerin mit selber 2 Hunden, Haus und Garten) bringe ihn nach unserem ersten Spaziergang dorthin und hole ihn nach der Arbeit wieder ab ( ist Gott sei dank nur 5 Min Umweg) er freut sich wenn er hinkommt, ebenso wenn ich ihn Nachmittags abhole. Er kommt damit sehr gut klar....was ich eigentlich sagen wollte...da wird ein Tier an einen Arbeitslosen vermittelt, weil er ja zeit hat...und dann....hat er plötzlich Arbeit und keine Zeit mehr für das Tier......jetzt wird das Tier zu einen Problem und muss weg- weil keine Zeit mehr- und er muss es weggeben ( weiss ich durch einen Arbeitskollegen, der sich überlegt den Hund zu nehmen) Da frage ich mich, was ist das für ein Schwachsinn....Menschen die sich vorab Gedanken machen, trotz berufstätigkeit einen Hund zu holen, alles vorab geklärt haben und keinen Hund bekommen, aber an Arbeitslose vermitteln ( bitte nicht falsch verstehen ,war selber schon Arbeitslos) darum geht es hier gar nicht, sonderern um die zweifelhafte Vermittlung der Tierheime.
LG Sina
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Re: Vorurteile gegenüber einem Auslandshund

Beitrag#42von Santa » 13. Jun 2011, 13:21

Sicherlich gibt es auch bei Tierheimvermittlungen in Teilen unterschiedliche Auffassungen und Entscheidungskriterien, wohin ein Tier vermittelt wird und ich denke, das ist insofern legitim, als daß auch hier wieder zum Vorschein kommt, daß das Tierheim X es einfach ein wenig anders macht, als das Tierheim Y - pauschalisieren kann man sicher nicht! Grundsätzlich wird/sollte man bei der Vermittlung an momentan Arbeitslose davon ausgehen können, daß der Bewerber eigenverantwortlich auch im Sinne des Hundes handelt und genau weiß, daß, wenn er wieder Arbeit hat, der Hund versorgt sein muß. In welcher Form das Tier während seiner Abwesenheit versorgt ist, wird er im Vorfeld bei seiner Bewerbung kundtun müssen, kann er dies nicht und er bekommt trotzdem ein Tier vermittelt, gehört diese Vermittlungsstelle in die Kategorie "fragwürdige Vermittlungstaktik!"

ABER auch Tierheime/Tierschutzorganisationen, können nicht alle Eventualitäten, die im Umfeld der Bewerber eintreten könnten, im Vorfeld abfragen bzw. davon ausgehen, daß nicht doch Unvorhergesehenes eintreten kann, welches zu Problemen nach der Vermittlung führen könnte! Wie heißt es so schön: "Keiner kann einem anderen hinter die Stirn blicken!"
Hier zeichnen sich wieder die Vermittlungsstellen positiv und kompetent aus, die Adoptanten auch nach der Vermittlung im Problemfall unterstützen werden. :zwinker:
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Re: Vorurteile gegenüber einem Auslandshund

Beitrag#43von Pearl » 12. Aug 2012, 20:56

1 Jahr später....

Was hat sich inzwischen getan?
Gibt es eine spürbare Verbesserung?
Ist die Bevölkerung nun aufgeklärt?

Meldungen über Misshandlungen, Tier-Messis, Qualzuchten und unhaltbare Zustände reißen nicht ab.
Im Netz gehen sich die Leute, welche im Tierschutz aktiv sind, gegenseitig an die Gurgel. Da wird aus einer persönlichen Befindlichkeit ein riesen Krach vom Zaun gebrochen und Menschen werden als schlecht sowie habgierig hingestellt. Verschiedene Vereine werden in der Luft zerrissen und an den Pranger gestellt.
Was passiert derweil mit den Tieren?

Wie beurteilt ihr die Situation im Tierschutz?
Wie verhalten sich die Menschen in eurer unmittelbaren Umgebung?
Werdet ihr wegen euren Auslandshund angefeindet, belächelt oder gelobt?
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Re: Vorurteile gegenüber einem Auslandshund

Beitrag#44von tonimaroni » 12. Aug 2012, 22:39

Im eigenen Kreis habe ich, vllt gerade mal drei Freundinnen, die meine Meinung teilen und nichts dabei finden einen Hund aus dem Ausland zu adoptieren. Zwei Freundinnen haben auch Ausländer.

Viele sagen, es gäbe auch in Deutschland genug Hunde im Tierheim....das übliche....bla, bla....im Ausland reiben, die sich doch die Hände, weil die Deutschen die Hunde , zu Mass, rausholen...Tropfen auf dem heißen Stein....
Bei einem Anderen, der einen Sennenhund hat, habe ich erklärt, es gäbe ja genug Ausländer hier in Deutschland....sie werden nur hier gezüchtet, aber irgendwann sind die Rassen doch auch hierher gekommen. Retriever und Co, Schweizer Sennenhund, Aussi..etc. darauf wurde nichts gesagt.....ich sage auch, dass die Dimension der Tierquälerei und der Einstellung noch miserabler sind , als in Deutschland.
Egal, was zurück argumentiert wird, ich habe dazu gestanden, das Antonia und Pepe Ausländer sind und das ich jeder Zeit wieder einen aus dem Tierschutz nehmen würde.

Ein Beispiel habe ich von schlechter Vermittlung.Das Verhalten vom Hund war nicht tragbar, aggressiv draussen zu jedem, selbst im Haus, wenn Fremde sich näherten. Es wurde aber abgestritten und verharmlost, von der Orga. Es waren Leute mit Hundeerfahrung und Ersthund. Und sind zum Hundetrainer.Leider würde diese Familie keinen Hund mehr vom Tierschutz nehmen.

LG betti
LG betti mit Pepe

Wer sich einmal zu dieser Rasse bekannt hat, kommt nicht wieder davon los und
hat den Hund seines Lebens gefunden
BildBild Antonia & Leo ganz tief im Herzen
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Re: Vorurteile gegenüber einem Auslandshund

Beitrag#45von claudia » 13. Aug 2012, 15:29

In meinem Umfeld gibt es sehr viele Auslandshunde, ich bin auch noch nie angefeindet worden. Ernesto hat sowohl deutsche als auch ausländische Kumpels, da ist alles dabei: Spanier, Griechen, Italiener, Türken, eine wilde Ungarin und sogar eine Inderin! Und die Halter der Auslandshunde bestätigen mir ausnahmslos, dass sie das jederzeit wieder machen würden.

Sollte mir mal jemand blöd kommen, von wegen Hund aus Spanien, werde ich ihm sagen, dass er konsequenterweise die Finger von Bananen, Oliven, Ananas, Parmaschinken und anderen "Auslandsleckerchen" lassen soll. Hier in Deutschland gibt es ja schließlich genug Bauern, die ihre Produkte verkaufen wollen.
„Wenn du in Washington einen Freund brauchst, dann kauf dir einen Hund.“
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Re: Vorurteile gegenüber einem Auslandshund

Beitrag#46von Pearl » 13. Aug 2012, 19:02

claudia hat geschrieben:
Sollte mir mal jemand blöd kommen, von wegen Hund aus Spanien, werde ich ihm sagen, dass er konsequenterweise die Finger von Bananen, Oliven, Ananas, Parmaschinken und anderen "Auslandsleckerchen" lassen soll. Hier in Deutschland gibt es ja schließlich genug Bauern, die ihre Produkte verkaufen wollen.


:good:

Die Liste ließe sich beliebig erweitern mit Autos, Möbeln, Bekleidung usw. und Urlaub bitte ausschließlich nur in Deutschland... :roll:
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Re: Vorurteile gegenüber einem Auslandshund

Beitrag#47von claudia » 16. Aug 2012, 15:24

Jawoll! :syessir:
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Re: Vorurteile gegenüber einem Auslandshund

Beitrag#48von phoebe08 » 19. Aug 2012, 09:50

GsD habe ich in meinem Umfeld keinerlei Vorurteile gehört, viel mehr Ausdrücke des Bedauerns, wie man im Ausland mit den Tieren umgeht.
Ich kann von meinem Auslands-Hund nur sagen, dass er gesund und kompatibel mit anderen Hunden und Katzen ist, keine Verhaltensauffälligkeiten zeigt und daher fast immer ohne Leine laufen darf, außer beim Überqueren von Straßen.
Du kannst nicht die Hunde der ganzen Welt retten, wohl aber die ganze Welt eines Hundes!
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Re: Vorurteile gegenüber einem Auslandshund

Beitrag#49von killerlille » 19. Aug 2012, 10:30

Wir haben auch nur ein, zweimal zu hören bekommen, dass doch in deutschen Tierheimen genug Hunde wären. Leider fiel mir daraufhin nur das Listenhundthema als Antwort ein, das mit den Bananen, Oliven etc. ist klasse, das merk ich mir....

Hier auffem Land ist der Bezug zum Hund allgemein ein ganz anderer. Die TÄ sind deutlich weniger aufgeklärt über MMK, "da kommt ja wieder der Importhund" bekommen wir jedes Mal zu hören. :saufpassen: Und das Lille einzig und allein verantwortlich dafür ist, dass es jetzt soviele Leishfälle in D gibt, ist ja klar....

Und von den Nicht-TÄ können überhaupt nur die wenigsten verstehen, wie unsere Hunde leben dürfen - auffem Sofa???? Im Bett???? Ogottogottogott.... In der Stadt fanden das die meisten ok, weil sie selbst keine Hunde halten konnten und das vermutlich ebenso gemacht hätten :sdancing: Hier geht sowas gar nicht.... neulich lief uns quai n Hund zu, der es geschafft hatte seinem Grundstück trotz Teletakt (oder sowas ähnlichem) zu entkommen.... das nenn ich mal artgerechte Haltung... :skeule:

Unsere letzten Gäste konnten sich gar nicht mehr einkriegen, wieviele Windhunde es hier in der Gegend gibt.... sie hatten drei, die anderen hatten zwei, eine Bekannte, die eine Tierpension hat, hatte 6 und dann waren da noch zwei oder drei aus der Nähe :shok: soviel Auslandshunde auf einmal..... :serschreck:

Aber GsD darf man sich die Menschen ja aussuchen, mit denen man sich umgibt.... und deswegen gehen bei uns nur tolerante Menschen ein und aus.... :grins:
LG Bine mit Caillean, Lillifee, Jesse & Mio
und Cleo & Pelle für immer in unseren Herzen...

ღ ღ ღ ღ ღ ღ ღ ღ ღ ღ ღ ღ

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Unser Traum hat sich im ♥en Nordfrieslands erfüllt....
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Re: Vorurteile gegenüber einem Auslandshund

Beitrag#50von Santa » 19. Aug 2012, 12:52

Meine Erfahrung ist die, dass die meisten Menschen, die meinen intervenieren zu müssen, sich mit dem Thema Tierschutz (insbesondere Auslandstierschutz) überhaupt nicht auskennen - sie plappern oftmals einfach "Klischeehaftes" nach! Oft verbreitet ist die Meinung, dass die Hunde/Katzen, die in deutschen Tierheimen sitzen, allesamt vernachlässigte Tiere aus Deutschland seien, die zuerst gerettet werden müssen!
Es ist ihnen nicht bewusst, dass es GsD in Deutschland (außer aktuell in manchen Städten die Katzen) keine vergleichbar große Anzahl an vernachlässigter, auf die Straße gejagter Tiere, wie im Ausland gibt! In Deutschland lebende Tiere haben eine Lobby, die in den Köpfen der Menschen und im Tierschutzgedanken/gesetz manifestiert ist (was leider nicht heißt, dass es bei uns keine Fälle von Missbrauch, wie Qualzüchtungen, Animalhoarding, sowie allgemeiner Vernachlässigung) usw. gibt.
GsD sind die deutschen Tierheime nicht in der Lage, die Nachfrage nach bestimmten Rassen und deren Mischlingen mit Herkunft aus dem eigenen Land zu bedienen/abzudecken!
Dies ist ja wohl der Grund, warum auch deutsche Tierheime verstärkt mit ausländischen Orga's/Stationen zusammenarbeiten und Tiere importieren!

Siehe auch das hier:

"Auslandshunde"
Von Frank Weber, Tierheimleiter Franziskus Tierheim/Hamburg. Ausschnitt aus der BMT-Zeitschrift, Dez. 2011:

"... an Staffordshire, Rottweiler, Dobermann, Schäferhund und Herdenschutzhunden herrscht meistens kein Mangel. An Interessenten, die mit solchen Hunden umgehen können, aber schon. Was nur noch selten im Tierheim abgegeben wird, sind gesunde, sozialverträgliche und freundliche Hunde. Und eben diese Hunde sind es, die der normale Hundehalter gerne in seine Familie holen würde. Wohin kann man denn eine sympathische Familie mit Kindern schicken, wenn man keinen im Tierschutz geeigneten Hund hat? Soll man ihnen sagen, sie sollen sich mal im Internet umschauen oder gleich beim nächsten Hundehändler - da ist es billiger? - Und gleichzeitig sitzen in Tierheimen und Tötungsstationen im uns umgebenden Europa Tausende von armen Seelen unter erbarmungswürdigen und lebensbedrohlichen Bedingungen. Darunter Hunderte unkomplizierte freundliche Hunde, die in ihren Herkunftsländern ein grausamer und schmerzhafter Tod erwartet. - Da wundert man sich immer wieder über die Argumentation, wegen dieser Hunde würden die deutschen Hunde im Tierschutz kein Zuhause finden. Das ist definitiv ein Trugschluss. In der Realität ist das Gegenteil der Fall. Wenn man nette, gut vermittelbare Tiere aus dem seriös praktizierten Auslandstierschutz hat, kommen mehr Interessenten in die Vermittlung. Wie die Erfahrung zeigt, erhöht das definitiv auch die Chancen der "schwierigen Hunde", unter diesen tierlieben Menschen ein neues Herrchen zu finden".
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