Vorurteile gegenüber einem Auslandshund

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Re: Vorurteile gegenüber einem Auslandshund

Beitrag#11von witchapoo » 7. Jan 2011, 11:59

Uns war es auch egal woher der Hund kommt, aber er muste zu unserem ebenfalls 6 jährigen Sohn passen, sollte kein Welpe sein und sich mit anderen Hunden vertragen, da bleibt in Deutschland nicht viel über im Ausland dagegen
massenhaft, leider!!

Auch ich habe nichts gegen verkorkste, alte oder nicht kinderfreundliche Hunde, aber die genau haben wir ja schon!!!

Wir hatten also das gleiche Problem wie du Moni !

Jetzt haben wir den besten Hund, aber eben aus Spanien !

lg Dani
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Re: Vorurteile gegenüber einem Auslandshund

Beitrag#12von Silke » 20. Jan 2011, 08:25

Hi,

das mit den Tierheimen habe ich von vielen Bekannten ähnlich gehört. In unserem heimischen Tierheim äusserten manche die Vermutung, das die damalige Leiterin die Tiere nach ihrer persönlichen Tageslaune herausgegeben hat.

Ich selbst habe da aber die gegenteilige Erfahrung mit unserem Tierheim gemacht. Als ich Pepper hohlte, war ich Anfang zwanzig, im zweiten Semester im Studium, wohnte mit meinem Freund in einer 45qm Kellerwohnung ohne Garten (aber wenigstens in der Nähe von Wald und Wiese) und wollte eine junge kleine Hündin, keinen Welpen.

Ich habe im Tierheim ganz ehrlich angegeben, das unsere Wohnung winzig ist, und ich den Hund mit ins Studium! nehmen würde, und das wir Hundeanfänger sind. Und das auch kein Garten da wäre. Und - selbst für uns unglaublich - es war überhaupt kein Problem. Wir bekamen direkt die Zusage für Pepper und haben Sie noch am gleichen Tag mitgenommen. Es gab dann nach einigen Wochen eine Kontrolle, die war wohl ok :-) Und so ist Pepper bei mir geblieben.

Andere, die nicht berufstätig sind oder nur 2 halbe Tage die Woche arbeiten, den Hund in der Zeit aber unterbringen, mit Hundeerfahrung und einem bereits vorhandenen Hund, haben im gleichen Tierheim eine Absage bekommen.

Mit den bekannten Vorurteilen hatte auch ich zu kämpfen. Die absolute Härte fand ich das Kommentar einer Frau in meinem alten Hundesportverein, die als Anakin am Anfang noch ziemlich faxen im Training gemacht hat, meinte: "Wer einen Turnierhund will, soll sich halt keinen Straßenköter anschaffen." Das äußerte sie natürlich in meiner Abwesenheit. Nicht, das mein anderer "Straßenköter" im Agi in der A2 unterwegs war, trotz des hohen Alters, und sie selbst eine Hündin aus dem Tierschutz hatte. Dann kam von selbiger Person die absolute Krönung: Anakin würde ihrer Meinung nach nie eine Bindung zu mir aufbauen, er sei dazu einfach nicht in der Lage. Und das von einer Tierarzthelferin, die eigentlich ein wenig mehr Ahnung haben sollte. Nur, weil Anakin nicht aufs Wort gehört hat. Das Gehorsam und Bindung zwei unterschiedliche Dinge sind, die sich nicht zwangsläufig bedingen, ist zwar in der modernen Hundeerziehung angekommen, aber nicht in ihren verkrusteten Denkstrukturen. Mit ihrer DSH Hündin aud Leistungszucht kommt sie übrigens nicht zurande. Mit zwei Jahren hat der Hund erst die BH und kann mit ach und krach in der A0 Laufen, und das obwohl sie jeden Tag Agi übt (imho eh zu viel für einen Hund) und auf einige UO-Seminare gegangen ist. Soviel dazu, wieviel erfolgreicher man mit einem Zuchthund ist, oder eben auch nicht.

Den Verein habe ich mittlerweile gewechselt. Sowohl meine alte als auch meine neue Trainerin haben kein Problem damit, meine Straßenköter zu trainieren und haben sich immer viel Mühe mit meinen beiden gegeben. Für Pepper sind sie immer voll des Lobes, hätte der gute Hund nicht so spät angefangen mit dem Agi, wäre sie locker auch in der A3 erfolgreich gewesen. Anakin macht sich auch gut, wir haben natürlich viel Arbeit in ihn investieren müssen und er wird kein Überflieger werden im Agi, aber ich läuferisch ja auch nicht, von daher passen wir gut zusammen.

In meiner Trainingsgruppe sind es bis auf eine DSH-Hündin die beiden einzigen Hunde aus dem Tierschutz. Die anderen bewundern sogar, das ich so ein "Risiko" eingegangen bin und nicht gezielt beim Züchter einen Hund ausgesucht habe, würden es selbst nie machen, stehen aber voll hinter meinen beiden :-)

So, es war mir ein tiefes Bedürfnis, das mal loszuwerden, denn tatsächlich ärgere ich mich heute noch über diese dummen Aussagen zu Anakin. Und wie. Ich freue mich schon darauf, wenn er die BH hat und wir auf Turnieren alles daran setzen, besser als diese unmögliche Person abzuschneiden !!! Und ich habe sonst nie Konkurrenzgedanken im Agi!

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Re: Vorurteile gegenüber einem Auslandshund

Beitrag#13von RBA-Master » 26. Apr 2011, 11:13

Gelesen beim TA in der Zeitschrift ("Rassehund" - Was für ein Zufall :evil: ... eine Ausgabe von 03/2011 mit dem sinnigen Titel "Straßenhunde: Mitleid ist leider ein schlechter Ratgeber" )

Eine TV-Moderatorin, die mit ihren zwei unkastrierten Entlebucher Sennenhunde (Rüde und Hündin natürlich vom Züchter!), lebt die meiste Zeit in Italien aber für sie käme es niemals in Frage ein Tier von der Strasse oder aus einen der Tierheime in Italien zu adoptieren. Schließlich weiß man ja nicht, was man sich da ins Haus holt und wenn die Menschen das in Deutschland machen soll man sich nicht wundern, wenn sie dann mit den Tieren nicht zurecht kommen und die dann in den Tierheimen landen.

Ich dachte nur: Toll, so macht man wirklich ganz schön Negativ Werbung für Auslandshunde. Auch auch die Frau noch nie was davon gehört, dass es erstens auch Hunde in den ausländischen Tierheimen gibt, die nicht immer auf der Strasse gelebt hatte. Es gibt arme Hunde, die im letzten Woche noch in einen Haushalt lebten aber dann von ihren eigenen Besitzer abgegeben wurden. Es gibt Pfegestellen, die Hunde (wieder) an das Leben in einen Haus/Wohnung gewöhnen und Hunde sind meist sehr, sehr Anpassungsfähig.
Es gibt auch Hunde die von Züchter sind, die niemals was anderes kennengelernt haben als eine einzige menschliche Bezugsperson, nur ihre eigenen Geschwister und die auch keinerlei Umwelteinflüsse erleben durften. Hunde die dann in die Hände von Menschen kommen, die sie nicht richtig erziehen.

Auch erwähnte diese TV-Moderatorin, daß sie evtl. den armen Strassenhund etwas zu Fressen hinstellen würde aber die Adoption einer dieser Strassenhunde, käme für sie niemals in Frage, weil damit auch nicht die Problematik, die es nun mal mit diesen Strassenhunde in den südlichen Ländern gibt nicht aus der Welt geschafft wäre.

In einen berühmten Film gab es den Spruch

„Wer einen Leben rettet, rettet die ganze Welt.“

Eigentlich heißt er vollständig:
"Wer einen Menschen tötet, tötet die ganze Welt- wer einen Menschen rettet, rettet die ganze Welt."
(jüdischer Talmud)

Ähnlich im Koran:
"Wer einen Menschen tötet, für den soll es sein, als habe er die ganze Menschheit getötet. Und wer einen Menschen rettet, für den soll es sein, als habe er die ganze Welt gerettet."
(Koran 5:32)

Für mich gilt dies auch für Tiere und insbesondere für Hunde aus dem Süden. Die Hilfe, die ich ihnen (ab und zu) als Pflegestelle gebe, ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein und ich weiß das die Probleme in diesen Ländern angepackt werden müssen aber es ist mein möglicher Beitrag für eine Lebewesen, ein Individuum mit Herz, Verstand und Gefühle.

In den oben genannten Zusammenhang: Bei der Sendung „Der VIP Hundeprofi“ gab es auch einige in Spanien lebende Promies, die ich früher nur „doof“ und „prollig“ fand, die ich nach dieser Sendung als „Menschen, die ihr Herz auf den rechten Fleck haben“ auf den Bildschirm erleben durfte.
Es ist so schön, neben Sonja Zietlow Beschützer Instinkte auch andere in Spanien und in Deutschland lebende Promis zu erleben, die einen Auslandshund haben oder in ein deutsches Tierheim gehen, um sich einen Hund von dort holen (nicht vom Züchter).

Auch wenn ich mich vielleicht wiederspreche, mit allen, was ich zuvor geschrieben habe: Ich kann (trotzallen) auch die Leute verstehen, die wegen negativer persönlicher oder aus ihren direkten Umfeld negativ gemachter Erfahrungen einen Welpen haben wollen aber kein Verständnis habe ich dafür, daß man sich dann so engstirnig so gegen die anderen Hunde äußert.
Ich denke, dann das solche Menschen die grundsätzlich so schlecht über das Wesen von Strassenhunden denken evtl. auch so über Menschen denken, wenn sie nicht aus ihren gesellschaftlichen Niveau entspringen.
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Re: Vorurteile gegenüber einem Auslandshund

Beitrag#14von Uschi » 27. Apr 2011, 09:12

Ach ja, die Dame mit den Sennenhunden (ich oute mich hiermit als "VIP Hundeprofi"-Gucker :zwinker: )....

"Schließlich weiß man ja nicht, was man sich da ins Haus holt und wenn die Menschen das in Deutschland machen soll man sich nicht wundern, wenn sie dann mit den Tieren nicht zurecht kommen und die dann in den Tierheimen landen."
Ich finde immerhin interessant, dass jemand, der sich von seinen Rassehunden auf der Nase herumtanzen läßt, den Haltern von Auslandshunden unterstellt, dass sie mit ihren Hunden nicht zurecht kommen. Naja, wahrscheinlich sind ausländische Straßenköter einfach nicht stylisch :twisted:
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Re: Vorurteile gegenüber einem Auslandshund

Beitrag#15von Sunny » 27. Apr 2011, 13:09

Ich könnt kotzen wenn ich solche Sendungen seh !
Warum soll man den Straßenhunden nicht helfen ???

Muß aber zugeben, das ich das Problem auch kenn !! ;-(( LEIDER !
War zwar nicht wirkich selber betroffen, aber bei meinem TA !
Da war jetzt schon zweimal eine Frau dort mit nem Hund aus Rumänien und jedes mal hat meine TA schlecht (also für meine Begriffe schlecht ) über Auslandshunde geredet !!!!
Ich war ehrlich gesagt doch etwas entsetzt !!!
Hatte eigentlich immer den Eindruck das meine TA recht kompetent ist, aber inzwischen bin ich skeptisch !

Ich bin der Meinung es sollte jedem selber überlassen wie und wo er seinen Hund holt und malganz ehrlich, man muß sich ja nicht wundern das so viele Hunde in deutschen Tierheimen sitzen, wenn ich dran denk wie man in manchen Tierheimen behandelt wird als Interessent !?
Liebe Grüße Brigitte und Sunny
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Re: Vorurteile gegenüber einem Auslandshund

Beitrag#16von Nicita » 27. Apr 2011, 15:18

RBA-Master hat geschrieben:Gelesen beim TA in der Zeitschrift ("Rassehund" - Was für ein Zufall :evil: ... eine Ausgabe von 03/2011 mit dem sinnigen Titel "Straßenhunde: Mitleid ist leider ein schlechter Ratgeber" )

Eine TV-Moderatorin, die mit ihren zwei unkastrierten Entlebucher Sennenhunde (Rüde und Hündin natürlich vom Züchter!), lebt die meiste Zeit in Italien aber für sie käme es niemals in Frage ein Tier von der Strasse oder aus einen der Tierheime in Italien zu adoptieren. Schließlich weiß man ja nicht, was man sich da ins Haus holt und wenn die Menschen das in Deutschland machen soll man sich nicht wundern, wenn sie dann mit den Tieren nicht zurecht kommen und die dann in den Tierheimen landen.



Vor allen Dingen, soll sie mal gucken, welche Hunde im Tierheim "landen", wie sie sich ausdrückt. Da sitzen meist die beim Züchter teuer gekauften oder die armen, die durch unkontrollierte Vermehrung entstandenen.
Soll mir mal einen vermittelten Straßenhund zeigen, der dann im Tierheim gelandet ist.... :?:
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Re: Vorurteile gegenüber einem Auslandshund

Beitrag#17von silli » 27. Apr 2011, 21:19

Waren heute bei unserem Tierarzt, der mal wieder gegen Auslandshunde wetterte. Er war der Meinung, das ein positiver Leishmaniose-Hund einen Menschen anstecken kann, indem der Hund von einer Mücke gestochen wird und diese dann den Menschen sticht...

Eigentlich halte ich meinen TA auch für sehr fähig, aber :?:
Liebe Grüße

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Re: Vorurteile gegenüber einem Auslandshund

Beitrag#18von Sabrina » 27. Apr 2011, 21:21

Bis jetzt gibt es noch keine nachgewiesene Ansteckung von Leishmaniose von Hund zu Mensch.

Theoretisch wohl möglich aber praktisch noch nie nachgewiesen worden.
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Re: Vorurteile gegenüber einem Auslandshund

Beitrag#19von hundecoach » 27. Apr 2011, 21:41

Hi Silli!

Also, ganz ehrlich, ich würde den Tierarzt wechseln!

Bzgl. Übertragung Leishmaniose per Mückenstich von einem infizierten Hund auf einen gesunden Menschen:

- Also, dann würde doch eine Mücke, welche z.B. erst einen HIV-Infizierten sticht und dann einen "gesunden" Menschen, AIDS verbreiten?
Wahnsinn, das hat ja noch nie jemand in Betracht gezogen! Die wahren Schuldigen an allen übertragbaren Krankheiten sind die MÜCKEN! Lasst sie uns alle ausrotten! :spistolen: :saufpassen: :sdegen:

Also ehrlich, was ist der denn für einer? Wollte grade schreiben "Flachpfeife", hab`s mir aber grade noch verkniffen! :volldolllach:

LG Moni mit DUKE, LILLI und NEO
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Re: Vorurteile gegenüber einem Auslandshund

Beitrag#20von Sabrina » 27. Apr 2011, 21:44

Mücken sind wie Kakerlaken am ende die Gewinner+gg+
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